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Reifenlexikonoder: Was Sie über Ihren Reifen wissen sollten!
ABE - steht für Allgemeine Betriebs Erlaubnis und gilt für ein bestimmtes Fahrzeugmodell oder Zubehörteil. Im Bezug auf Reifen geht es vor allem um erlaubte Rad-Reifen-Kombinationen, die auf einem bestimmten Auto gefahren werden dürfen. Achtung: Fährt man ein Auto mit nicht freigegebenen Reifen oder Rädern, dann erlischt neben der Betriebserlaubnis auch die komplette Fahrzeugzulassung, einschließlich des Versicherungsschutzes. Abriebsbild - Das Abriebsbild eines Reifens zeigt uns, ob eventuell Schäden am Fahrwerk oder eine fehlerhafte Achseinstellung vorliegt. Daher sollten Sie Ihre Reifen in regelmäßigen Abständen, ca alle 15000 km, bei uns überprüfen lassen. ABS - dies ist das sogenannte AntiBlockierSystem. Es verhindert, dass bei einer Vollbremsung die Räder blockieren und ermöglicht so, dass das Fahrzeug selbst bei maximaler Verzögerung noch lenkfähig bleibt. Auf trockener, feuchter oder nasser Straße wird der Bremsweg in der Regel verkürzt, als bei einem gleichen Fahrzeug ohne ABS. Nur auf Schnee oder evtl. Rollsplitt kann der ABS-Bremsweg unter umständen geringfügig länger werden. Achtung: Bei einer Notbremsung das Bremspedal mit voller Kraft treten und sich nicht vom pulsieren des Pedals irritieren lassen, dies bedeutet nur, dass das System arbeitet. Alterung - Die Alterung ist bei einem Reifen ein natürlicher Prozess, da der Reifen zu einem großen Anteil aus natürlichem Gummi besteht. Während der Lebensdauer eines Reifens ändern sich seine Elastizität und Haftfähigkeit geringfügig. Aquaplaning - dies ist der Fachbegriff für das Aufschwimmen des Reifens auf einer Wasserschicht. Dieses Problem tritt abhängig von der gefahrenen Geschwindigkeit, der Wassertiefe, der Profiltiefe, des Luftdrucks und der Radlast auf. Im Falle von Aquaplaning kann das Fahrzeug nicht mehr gelenkt oder abgebremst werden. Achtung: Bei Aquaplanuing das Lenkrad nicht bewegen und auch bei einer Rutschbewegung zu Seite nur äußerst vorsichtig mit dem Lenkrad korrigieren. ASR - dies ist die sogenannte Antriebs-Schlupf-Regelung. Dieses System verhindert, dass die Antriebsräder beim Beschleunigen durchdrehen. Das erhöht die Stabilität, vor allem auf nassen oder glatten Oberflächen. Auswuchten - dies ist zwingend erforderlich, um die durch Fertigungstoleranzen entstehenden ungleichen Verteilungen von geringen Gewichten am Reifen auszugleichen. Dadurch werden Vibrationen minimiert und Schäden an der Radaufhängung sowie ungleicher Reifenabrieb verhindert. Außerdem wird natürlich der Fahrkomfort gesteigert, wenn weniger Vibrationen im Fahrbetrieb auftauchen. Bremsassistent - Der Bremsassistent hilft dem Fahrer bei einer Notbremsung. Die allermeisten Autofahrer treten in Gefahrensituationen nicht stark genug auf das Bremspedal. In diesem Fall greift der Bremsassistent ein und erkennt bei abrupter Bewegung vom Gas- auf das Bremspedal, woraufhin der Bremsassistent den vollen Druck im Bremskraftverstärker aufbaut. Dadurch kann der Bremsweg aus 100 km/h um bis zu 45% verkürzt werden. Bremsplatten - Ein so genannter Bremsplatten entsteht, wenn bei einer Bremsung ein Rad blockiert und der Reifen sich an einer bestimmten Stelle abradiert, sodass eine flache Stelle auf dem Profil entsteht. Danach entsteht ein Schlagen im Reifen. ESP - das „elektronische Stabilitäts-Programm" greift in Extremsituationen durch dosiertes Bremsen einzelner Räder und bestimmte Eingriffe ins Motormanagement ein und unterstützt den Fahrer somit, auf der Fahrbahn zu bleiben und das Auto gut unter Kontrolle zu halten. Haftung - Die Haftung beschreibt die Fähigkeit des Reifens eine Verbindung mit der Straße herzustellen und möglichst geringen Schlupf zu ermöglichen. Herstellungsdatum - Das Herstellungsdatum eines Reifens wird auch DOT bezeichnet. Die DOT-Nummer verschlüsselt die Produktionswoche und das Herstellungsjahr in eine Zahlenkombination. Bis zum Ende der 90er Jahre war diese Nummer 3-stellig, seit dem Jahr 2000 ist sie vierstellig. Wenn beispielsweise ein Reifen in der 35. Woche im Jahr 2001 produziert wurde, lautet die DOT 3501. Karkasse - Diese stellt das Grundgerüst des Reifens dar. Die Karkasse bringt die unverzichtbare Steifigkeit des Reifens. Unterstützt wird die Karkasse durch den Gürtel und den Laufstreifen. Die Karkasse besteht in der Regel aus mit Gummi bezogenen Kunstseilen. Lamellen - Lamellen besitzen vor allem Winter- und Allwetterreifen. Sie verbessern die Traktion und die Kurvenstabilität speziell auf rutschigen Untergründen wie Schnee und Eis. Laufrichtungsbindung - Heutzutage werden viele Reifen mit einer Laufrichtungsbindung hergestellt, da man so das Profil genau auf die Anforderungen einstellen kann und keine Kompromisse eingehen muss. Luftdruck - Der Luftdruck entscheidet über die Leistungsfähigkeit des Reifens in Bezug auf Kurvenverhalten, Haltbarkeit, Bremsweg, usw. Um den Luftdruck möglichst immer im richtigen Bereich zu halten sollten Sie diesen alle 14 Tage bei kalten Reifen überprüfen. Mischbereifung - Diese sollte man nach Möglichkeit vermeiden. Unterschiedliche Reifen auf der Vorder- und Hinterachse können das Fahrverhalten ungünstig verändern. Gerade bei Winterreifen sollte man darauf achten, immer den gleichen Reifentyp auf allen vier Rädern zu fahren. Profiltiefe - Von der Profiltiefe hängt entscheidend ab, wie der Reifen auf nasser oder rutschiger Fahrbahn reagiert. In Deutschland ist einen Mindestprofiltiefe von 1,6 mm gesetzlich vorgeschrieben. Ab einer Profiltiefe von etwa 3 mm verschlechtert sich allerdings die Aquaplaning-Fähigkeit des Reifens erheblich. In den meisten modernen Reifen sind in der Lauffläche Kontrollstellen eingearbeitet, an denen man die Mindestprofiltiefe erkennen kann. Radialreifen - Diese Art des Reifens ist heutzutage am weitesten verbreitet und wird im Automobilbereich nahezu ausschließlich eingesetzt. Hierbei sorgen radial angeordnete Karkasslagen für ein verbessertes Einfedern und unter der Lauffläche angeordnete Gürtellagen für Stabilität. Räderwechsel - Der Räderwechsel von hinten nach vorn und umgekehrt ist sinnvoll, damit die Reifen möglichst gleichmäßig abgefahren werden. Dies sollte ca. alle 10.000 bis 15.000 km durchgeführt werden. Wenn einmal neue Reifen montiert werden, sollten diese immer auf der Hinterachse montiert werden, da diese entscheidend für die Kurvenstabilität ist. Dabei ist es egal, ob das Fahrzeug Front- Heck- oder Allradantrieb besitzt. Reinforced - Dies bezeichnet Reifen im PKW Bereich, die extra verstärkt wurden. Sie können bei bestimmten Luftdrücken höhere Lasten tragen und sind außerdem etwas besser gegen äußere Beschädigungen geschützt. Sie kommen oft im Bereich der Vans zum Einsatz. Rollwiderstand - Der Rollwiderstand beschreibt die Kraft, die ein Reifen dem Vortrieb entgegensetzt. Dieser Effekt entsteht hauptsächlich durch die Walkarbeit des Reifens auf der Fahrbahnoberfläche. Heutzutage gibt es Reifen, die speziell dafür gemacht wurden, den Rollwiderstand möglichst gering zu halten. Sie erlauben eine Treibstoffersparnis von bis zu 5%. Sägezahn - Als Sägezahn bezeichnet man einen negativen Effekt, der einen ungleichen Abrieb auf den Querkanten der Profilblöcke erzeugt. Dadurch können unangenehme Laufgeräusche und sogar Vibrationen entstehen. Verhindert kann man die Sägezahnbildung, indem man frühzeitig die Reifen der Vorder- und Hinterachse gegeneinander tauscht. Schlupf - Schlupf beschreibt rein technisch betrachtet den Unterschied zwischen dem Umfang des Reifens und der tatsächlich bei einer Radumdrehung zurückgelegten Strecke. Bei einem durchdrehenden Reifen ist der Schlupf also bei 100% am größten. Auch wenn man es nicht bemerkt: Ein wenig Schlupf herrscht immer, daher entsteht der Reifenverschleiß. Slicks - Als Slicks bezeichnet man Reifen, die im Rennsport eingesetzt werden. Diese Reifen besitzen kein Profil und eine extrem haftfähige Gummimischung. Im Regen stoßen diese Reifen allerdings schnell an ihre Haftfähigkeit, wodurch sie im normalen Straßenverkehr unbrauchbar sind. Speed Index - Der Speed Index ist eine Bezeichnung für die Geschwindigkeitsangabe eines Reifens. Er wird am Ende der Reifenbezeichnung als Buchstabe dargestellt. Hier einige Beispiele: S = bis 180 km/h T = bis 190 km/h H = bis 210 km/h V = bis 240 km/h W = bis 270 km/h Y = bis 300 km/h Traktion - Traktion nennt man die Fähigkeit eines Reifens, die Motorleistung durch Greifen auf der Fahrbahndecke in Beschleunigung umzusetzen. Auf trockener Straße ist die Traktion meist kein Problem, schwieriger wird es erst, wenn Regen, Schnee oder Eis ins Spiel kommen. Dann wird die Haftfähigkeit des Reifens immer entscheidender. Dazu kommen Faktoren wie die Gummimischung oder die Anordnung der Lammellen bei einem Winterreifen. Überluftdruck, Unterluftdruck - Das sind die beiden schädlichsten Dinge für die Lebensdauer eines Reifens, aber auch in Sachen Komfort, Bremsleistung und Haftung. Bei einem Überluftdruck leidet vor allem der Federungskomfort und auch der Verschleiß der Stoßdämpfer kann zunehmen. Überluftdruck erkennt man an innen mehr abgefahrenen Reifen. Der Unterluftdruck ist heute allerdings eher die Regel als anderes. Das Fahren mit zu geringem Luftdruck kann verschiedene Nachwirkungen haben. Die Dauerhaltbarkeit lässt nach, der Reifen kann eventuell überhitzen, da die Walkarbeit erheblich zunimmt, es kann zu verminderter Fahrzeugbeherrschung führen und auch zu einem erhöhten Kraftstoffverbrauch. Daher: Luftdruck alle 14 Tage kontrollieren. Ventile - Die Ventile altern und verschleißen genauso wie Reifen, da sie aus einem ähnlichen Material hergestellt werden. Hohe Seitenführungskräfte während der Fahrt und diverse Umwelteinflüsse wirken auch auf die Ventile ein. Daher unsere Empfehlung: bei jedem Reifenwechsel auch die Ventile erneuern! Ventilkappen - Sie schützen das Ventil davor, dass Schmutz und Wasser eindringen können und erhöhen somit die Lebensdauer der Reifen. Außerdem erhöhen sie noch einmal die Dichtheit des kompletten Rad-Reifen-Komplexes. Vibrationen - Vibrationen entstehen in den meisten Fällen durch schlecht ausgewuchtete Reifen. Sie können natürlich auch durch den Verlust eines Wuchtgewichtes oder eine Beschädigung des Reifens ausgelöst werden. Sollten Sie an Ihren Reifen solche Vibrationen feststellen kommen Sie am besten schnellstmöglich zu uns, damit wir Ihnen sagen können, was zu tun ist, um die Sicherheit Ihres Reifens zu garantieren. Winterreifen - Mit Ihren speziellen Gummimischungen und Profilen garantieren Winterreifen auf kalter, vereister oder verschneiter Straße ein Höchstmaß an Grip und Traktion. Oft nicht bekannt ist die Tatsache, dass die Gummimischungen von speziellen Winterreifen später verhärten als die eines Sommerreifens und so schon bei Temperaturen unter 7°C kürzere Anhaltewege und dadurch resultierend natürlich auch erhöhte Sicherheit bieten. Dies gilt natürlich genauso für nasse wie auch trockene Fahrbahnoberflächen. |
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